Kursunterbereich mit Beruflichen Gymnasium für Psychologie

Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, sozialwissenschaftliche Forschungsbefunde zu lesen, zu verstehen und diese kritisch zu hinterfragen.
Die Schülerinnen und Schüler stellen unterschiedliche Denkschulen der Psychologie dar und beurteilen diese bezüglich ihrer Stärken und Grenzen. Aufbauend auf diesem Wissen beschreiben und vergleichen sie aktuelle und historische Theorien zur Persönlichkeitsentwicklung unter Berücksichtigung des jeweiligen dahinterliegenden Menschenbildes. Sie leiten förderliche bzw. möglicherweise beeinträchtigende Aspekte und förderliche erzieherische Haltungen daraus ab.

Die Schülerinnen und Schüler erklären die Interdependenz von Entwicklung und Sozialisation und konkretisieren diese an praktischen Beispielen. Sie stellen die Merkmale des Entwicklungsprozesses dar. Sie beschreiben die Phasen der psychosexuellen Entwicklung nach Freud und die Entwicklungskonflikte nach Erikson und wenden diese Kategorien interpretierend auf Beispiele aus Kunst, Alltag und Biografie an. Sie stellen die Entwicklung des Sozialverhaltens dar. Sie analysieren das eigene Bindungsverhalten und ethische Beispiele aus ihrer Lebenswelt. Sie erläutern einen Entwicklungsverlauf in einem definierten Entwicklungsbereich.

Die Schülerinnen und Schüler erkennen den Einfluss der sozialen Umwelt auf das Denken und Verhalten des Individuums und verstehen die Regeln des Zusammenlebens in der Gruppe. Sie erkennen, dass das Denken und Verhalten des Individuums innerhalb der Gruppe beispielhaft von sozialen Einstellungen und Vorurteilen, Attraktivität von Partnern, Nachahmung von anderen und Anpassung an andere geprägt ist. Sie wenden die Begriffe der Gruppenpsychologie, der Strukturen sozialer Gruppen sowie der Gruppendynamik am Beispiel einer ausgewählten sozialen Gruppe an und zeigen die Gefahren von Gruppenzugehörigkeiten an Beispielen auf. Sie erklären die Begriffe „Attribuierung“ und „soziale Einstellung“. Sie analysieren die Entstehung sozialer Vorurteile mit Hilfe unterschiedlicher Theorien und erforschen diese Prozesse experimentell. Sie beschreiben Maßnahmen zur effektiven Veränderung von Vorurteilen.
Die Schülerinnen und Schüler verstehen Funktionen und Zusammenhänge des Erlebens und Verhaltens. Sie identifizieren sie als Grundlage einer Entwicklungsperspektive, einer sozialen und individuellen Perspektive, die in den Halbjahren E2 bis Q2 vertieft werden. Sie erkennen die Einordnung des „Grundkurses - Psychologie“ in den „Leistungskurs - Pädagogik“ und den „Ergänzenden Grundkurs - Sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden“. 

Sie analysieren den Zusammenhang und die Differenz zwischen Alltagspsychologie und wissenschaftlicher Psychologie und wenden ihr diesbezügliches Wissen auf den eigenen Lebenskontext an. Sie erfassen Grundbegriffe psychologischen Denkens und übertragen diese auf Beispiele aus der pädagogischen Praxis. Sie kennzeichnen die Grundstrukturen des Wahrnehmungsprozesses und interpretieren Möglichkeiten deren Beeinflussung.